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Gold

Eigenschaften von Gold

Goldschmuck

Diese Anlageform ist nicht nur wertvoll, sondern auch schön anzuschauen.

Im Periodensystem ordnet man Gold der Gruppe der "Münzmetalle zu. Diese Gruppe wird z.B. für die Herstellung von elektrischen Drähten (Cu) und Kontakten (Cu, Au), korrosionsbeständiger Legierungen (Cu), Geld und Schmuck (Cu, Ag, Au) sowie für die Fotographie (Ag) verwendet.

Der unter anderem auch in Göttingen tätige norwegische Geochemiker V. M. Goldschmidt ordnete die verschiedenen Elemente nach ihrer Affinität zueinander. Gold gehört zu den siderophilen Elementen. Dies sind Elemente, die die Metallphase bevorzugen. Das Wort leitet sich von griechischen Wort sideros für Eisen ab. Reine siderophile Elemente neben Gold sind Platin (Pt), Osmium (Os), Iridium (Ir), Palladium (Pd), Ruthenium (Ru) und Rhodium (Rh). Elemente wie Re, Sb, Mo, Te, Ge, Se, As sind sowohl siderophil als auch chalkophil (reichern sich bevorzugt in der Sulfidphase an). Kohlenstoff, Phosphor, Wolfram und Tantal besitzen neben ihrem siderophilen Charakter auch einen lithophilen Charakter (reichern sich bevorzugt in der Silikatphase an). Elemente wie Ni, Fe, Co besitzen einen lithophilen, siderophilen und auch chalkophilen Charakter (GILL (1993).

Gold-Chemie

Abkürzung: Au (lat. Aurum)
Ordnungszahl: 79
Relative Atommasse: 196,96
Anzahl natürlicher Isotope: 1
Massenzahl des Isotops: 197
Wichtigstes Radioisotop: 195
Zerfallszeit dieses Isotops: 183 Tage
Dichte (g/cm3): 19,32
Schmelzpunkt: 1064,4 °C
Oxidationzahlen: 3 und 1
Elektronegativität: 1,4
Erste Ionisierungsenergie: 9,225 eV
Massenanteil in der Erdkruste: 5*10-7 %

Die Zuordnung zu solchen Gruppen ermöglicht die Beurteilung des Auftretens eines Elementes in bestehenden Milieus. So weiß man, dass lithophile Elemente vorwiegend in der aus Silikatgesteinen aufgebauten Kruste und im Mantel angereichert sind. Chalkophile Elemente finden sich in Sulfidmineralen und siderophile Elemente bauen den Kern der Erde auf (vorwiegend Eisen-Nickel-Verbindungen). So ist verständlich, dass die Masse des Goldes nicht in der Kruste (siehe oben) sondern im Kern der Erde vorkommt. Der durchschnittliche Goldgehalt der Kruste beträgt nach BOYLE (1979) 0,003 bis 0,005 ppm (parts per million). Die

Unterschiede in den verschiedenen krustalen magmatischen Gesteinen sind unerheblich. Nur in Abhängigkeit eines steigenden Sulfidgehaltes nimmt der Goldgehalt zu. In sedimentären Schwarzschiefern wie dem permischen Kupferschiefer kann laut POHL (1992) der Goldgehalt von durchschnittlich 2 ppm in Spitzen auf über 3000 ppm steigen.

Goldpreis in €

Quelle: SOLIT Kapital

Goldbergwerk

Konventionelle Goldgewinnung Untertage in der Türkei.

Die Abbauwürdigkeit einer Lagerstätte hängt nicht nur von dem Durchschnittsgehalt des Goldes ab, sondern auch von den Möglichkeiten des Abbaus und der Aufbereitung. Heute wird Gold im industriellen Maßstab über Laugungsverfahren mit Cyanid oder seltener auch über Amalgamierung mit Quecksilber gewonnen. Bei der Laugung wird das Metall dann durch Aktivkohle ausgefällt. Aufgrund der Gefährlichkeit des Cyanids werden diese Prozesse in geschlossenen Kreisläufen gefahren. Jedoch kommt es durch Nichteinhaltung von Sicherheitsbestimmungen sowohl durch die Firma als auch durch die Mitarbeiter zu Unfällen. Ein Beispiel hierfür ist die Verseuchung der Donau durch den Goldbergbau eines australischen Konsortiums in Rumänien vor einigen Jahren. Alternativen hierzu bietet Biomining. Durch den gezielten Einsatz von Bakterien werden natürlich ablaufende Prozesse beschleunigt und für die wirtschaftliche Nutzung interessant.

Name Formel Prozent Gold in der Verbindung
goldhaltiger Schwefelkies, Kupferkies, Arsenkies, Antimonglanz,... - variabel
gediegen Gold Au (Au, Cu, Hg, Pd) 40-99
Calverit (Au,Ag) Te2 39,5 Au (3,1 Ag)
Sylvanit Au,Ag Te4 24,2 Au (13,3 Ag)
Krenit (Au,Ag) Te2 39,5 Au (3,1 Ag)
Petzit (Au, Ag)2Te (Au, Ag)2Te
Nagyagit PbxAuy(Te,Sb,S)z 6-13 Au

Durch den großräumigen Abbau mit schweren Maschinen und dem Einsatz billiger Haldenlaugen Verfahren können heute sogar Lagerstätten mit Goldgehalten von unter 3 ppm wirtschaftlich abgebaut werden. In eng besiedelten Gebieten wie der Edersee-Region sind trotz höherer Goldgehalte die räumlichen Vorrausetzungen nicht gegeben. Der Platzbedarf sowohl für den Abbau als auch die Halden ist gewaltig. Hinzu kämmen Kosten im Naturschutzbereich und durch Wiedergutmachungs-Ansprüche von Anliegern. So ist - trotz wirtschaftlich verwertbarer Goldgehalte im Edergebiet - ein Abbau auf Basis der oben genannten Gründ und dem damit verbunden politischen und öffentlichen Widerstand (das "not in my backyard" Problem) nicht möglich. Eine Einbeziehung in genehmigte bzw. bereits bestehende wirtschaftliche Strukturen wäre eine mögliche Alternative.

Magmatisches Gold Magma, welches nicht die Erdoberfläche erreicht, bildet in tiefern Schichten ausgedehnte geologische Körper (Intrusionen). Ein Beispiel für einen für ein solches an der Oberfläche freigelegtes Obje...

Exogenes Gold Für den angehenden Goldgräber sind die exogenen Gold-Lagerstätten von besonderer Bedeutung. Von ihnen leiten sich oftmals die sedimentären Gold-Vorkommen ab. Durch Wind und Wetter wird das Gold freigelegt und vor Ort angereichert.

Metamorphogenes Gold Durch Druck- und Temperaturänderungen in die Erdkruste werden Minerale instabil und chemisch umgewandelt. Während dieser Metamorphose werden Fluide freigesetzt und es können sich Gang-Lagerstätten (z.B. eine Gold-Ader) bilden.

Sedimentäres Gold Sedimente bedecken weite Gebiete der Erdoberfläche und die mit ihnen verbunden Lagerstätten sind oft unmittelbar zugänglich. So wundert es nicht, dass die frühen Goldsucher meist Vorkommen diesen Typs gesucht und ausgebeutet haben (z.B. Gold-Seifen in Flüsse ).

Biogenes Gold Erst seit einigen Jahren rückt die Bildung von Gold-Lagerstätten durch Bakterien in den Fokus der Wissenschaft. Der Einfluss der Einzeller ist lange unterschätzt worden. So haben sie an einigen der beschieben Lagerstätten-Typen ihren Anteil. Von besonderer Bedeutung ist, dass Bakterien auch für den Abbau der Gold-Erze eingesetzt werden können.