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Magmatogenes Gold

Nachfolgend können Sie sich über die drei wichtigsten magmatisch kontrollierte Gold-Lagerstätten informieren.

Der altschwedische Bergmannsausdruck Skarn bezieht sich auf einen speziellen Eisenerz-Lagerstätten Typus. Heute versteht man darunter jedoch eine Lagerstätte von eisenreichen Ca-Mg-Silikaten, die aus Karbonatgestein im Kontakthof von Intrusionen durch Zufuhr von SiO2 , Aluminium, Eisen und Magnesium entstanden. Durch die schrittweise Abkühlung des magmatischen Körpers entwickeln sich nacheinander verschiedene Mineralparagenesen (verschiedene Minerale werden gleichzeitig im engen Kontakt

zueinander gebildet). Abhängig vom Chemismus der Magmen und des Umgebungsgesteins können sich Lagerstätten unterschiedlicher Minerale bilden. Goldhaltige Skarne sind ein Produkt intermediärer bis sauer Magmen (granitisch). Sie kommen vorwiegend in aktiven Kontinetalrändern vor.

Ein Beispiel für solche Lagerstätten ist Fortitude in Nevada (USA). Gold erreicht in dieser Lagerstätte neben anderen Mineralien eine wirtschaftliche Bedeutung.

Bei porphyrischen Intrusionen handelt es sich um zylindrische Gebilde, die in geringer Tiefe, z.T subvulkanisch platznehmen. Ihre Gesteine sind durch keinen speziellen Chemismus gekennzeichnet, meist handelt es sich um Diorite und Granite. Die Ursprung der Lagerstätte hängt mit der Brekzierung (Zerbrechen) des Nebengesteins während der Platznahme und den anschließend auf den offenen Bahnen migrierenden Fluiden zusammen. Spät-magmatische und meteorische Wässer zirkulieren in dem Riss-System und lösen Elemente aus dem Gestein der Intrusion. Mit zunehmender Entfernung von der

Intrusion verändert sich der Umgebungs-Chemismus und die Temperatur, so dass es zur Ablagerung von bestimmter Erzen aus dem Fluid kommt. Dadurch entsteht eine Mineral-Zonierung um die Intrusion , die sowohl durch unterschiedliche Erzgehalte als auch durch bestimmte Mineralparagenesen gekennzeichnet ist.

Die Erzgehalte dieser Lagerstätten sind insgesamt niedrig, aber durch ihre enormen Ausmaße (oberflächliche Ausbisse von mehreren Quadratkilometern) haben sie eine wirtschaftliche Bedeutung. In randlichen Gängen solcher Lagerstätten kann es zur Ablagerung von Gold kommen.

Gang-Lagerstätten waren in historischer Zeit, die wichtigsten Lagerstätten-Typen, da sie auf kleinen Raum hohe Erzgehalte aufweisen. Des weitern lassen sie sich durch manuelle Arbeit ökonomisch ausbeuten. Große Lagerstätten mit geringen Erzgehalten (wie Porphyrische-(Cu)-Lagerstätten) waren früher nicht wirtschaftlich, erst durch den Einsatz großer Maschinen können sie heute ökonomisch genutzt werden und haben die Gang-Lagerstätten bis auf Ausnahmen bedeutungslos werden lassen.

Das Erscheinungsbild von Gängen ist vielfältig. Es handelt sich jedoch meist um begrenzte lokale Strukturen von unterschiedlicher Länge (zehner bis tausende Meter Länge) und unterschiedlicher Dicke/Mächtigkeit (Zentimeter bis einige Deka-Meter). Hier gilt aber: Ausnahmen bestätigen die Regel. Erz-Gänge sind Produkte einer hydrotermalen Ablagerung in Spalten und Rissen im Gestein. Dementsprechend können die Erzkörper parallel oder quer zur Schichtung schlagen, sich verästeln und auskeilen.

Vorrausetzung für die Bildung von Gängen ist die Brüchigkeit des Nebengesteins. In duktilen Tonsteinen werden sich seltener Gänge ausbilden als in brüchigen Metamorphiten wie Schiefer oder Quarzite. Durch strukturgeologische Untersuchungen, die die Gebirgsspannung, den Fluid-Druck, die Bruchfestigkeit des Gesteins und andere Faktoren berücksichtigen und in Beziehung setzten, lassen sich Aussagen zum Verlauf von Gang-Systemen und damit der Lagerstätten treffen.

Aber auch innerhalb des Gangsystems ist die Verteilung des Erzes stark differenziert. Erzreiche Zonen oft "Adelszonen" genannt können von Armerz-Zonen abgelöst werden. Zusätzlich zu diesen meist durch das Nebengestein bestimmten wechselnden Erzgehalten kommt der "Primäre Teufenunterschied". Mit zunehmender Tiefe verändert sich das Spektrum der Erzminerale, dies hängt nicht mit der sekundären Verwitterung durch oberflächliche Einflüsse zusammen, sondern mit der Entfernung der Gänge von der magmatischen Quelle während der Bildung (Gründe: unterschiedlicher Chemismus, Temperatur-Änderungen, Versorgungs-Situation mit Elementen).

Die bereits in der Antike ausgebeuteten Ganglagerstätten von Cornwall zeigen den Primären Teufenunterschied besonders gut. Zu oberst findet sich Eisenkarbonat (Siderit) darunter folgen Blei-Zink-Erze, die dann von Kupferkies und zu letzt von Zinnstein abgelöst werden (POHL, 1992).

Wie das Beispiel aus Cornwall zeigt können Ganglagerstätten unterschiedliche Erze oder Minerale beinhalten. Heute werden aber vorwiegend Gold- und Silbererzgänge ausgebeutet.

Beispiel Gang-Lagerstätte

In Mitteldeutschland wurde nach dem Krieg Gänge mit Baryt abgebaut. Eines der letzten Bergwerke dieser Art ist Grube Dreislar. Sie liegt im östlichen Sauerland in der Nähe von Medebach. Detalierte Informationen zur Grube finden sich unter der Homepage der Betreiber-Firma Sachtleben-Bergbau Gmbh. Die folgenden Bilder sind 2004 bei einer Grubenbegehung entstanden. Der Betrieb der Grube ist eingestellt worden.

Die Bilder zeigen das Grubengebäude sowie Bergleute, die mit Vorbereitungen für eine Sprengung beschäftigt sind und einen rosafarbene Bariumsulfat-Gang