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Goldseifen - Waschgold & Flussgold

Nach POHL (1992) sind Seifen-Lagerstätten "Mechanisch gebildete Konzentrationen von schweren, verwitterungsresistenten Mineralen, welche meist Überwiegend in transportierten Böden, sowie in fluviatilen und randlich marinen Bereichen entstehen. Äolische und glaziale Seifen sind zwar auch bekannt, doch treten sie selten auf."

Fossile Goldseifen wie in Witwatersrand in Südafrika sind global bedeutende Gold-Lagerstätten.

Granatsand

Der Diamantenhaltiger Sand

  • Gold
  • Platin
  • Zinn
  • Titan
  • Zirkon
  • Edelsteine (z.B. Diamanten)

Schwarzsand

Erzminerale z.T. goldhaltig

  • Quarz (2,6g/cm3)
  • Feldspäte (um 2,6g/cm3)
  • Diamant (3,6 - 4,3g/cm3)
  • Rutil (4,2 - 4,3g/cm3)
  • Zirkon (4,7g/cm3)
  • Zinnober (8,0 - 8,2g/cm3)
  • Gold (15,6 - 19,3 g/cm3)

Widerstandsfähigkeit

Neben der Dichte ist für die Anreicherung von Schwermineralen auch ihre Resistenz gegen mechanisch-chemische Verwitterung entscheidend. Beim dem Transportprozess über große Distanzen setzenden mechanische Kräfte an der Kornoberfläche an. Sie führen im Falle des Goldes zur Abplattung der Körner. Die Korn-Korn-Kollisionen hinterlassen zusätzlich auf der Oberfläche Einschläge.

Goldflitter

Typisch abgeflachte Goldflitter mit Einschlägen auf der Oberfläche

Seifen

Entsprechend ihrer Transportmechanismen, bzw. Ihrer Transportstadien wird zwischen sechs Seifen-Typen unterschieden:

Residual-Seifen

die sich direkt über der Lagerstätte bilden, werden in Abschnitt Verwitterungslagerstätten angesprochen. Sie werden hier nicht näher erläutert.

Eluviale Seifen

werden durch Hangrutsche oder Hangfließen des Bodens gebildet. Man findet sie am Hang direkt unterhalb des Lagerstätten-Ausbisses.

Fluviatile oder alluviale Seifen

führen zu einer weiteren Anreicherung der Mineralien durch fließendes Wasser. Während der Entwicklung eines Fließgewässers werden kontinuierlich Goldseifen gebildet, so finden sich diese auch in verschiedenen fossilen oder rezenten Ablagerungsbreichen eines Baches (Hoch-, Mittel- und Nieder-Terrasse, sowie rezenter Bachlauf). Ein Goldwäscher sollte also bei seiner Suche auch trockne Bereiche um das Gewässer herum auf eventuelle Goldseifen untersuchen.

Durch Dichte, Kornform, Korngröße, Oberflächenbeschaffenheit und elektrostatische Eigenschaften kommt es zu einem unterschiedlichen Verhalten der Mineralkörner während des Transportes und Ablagerung. Im folgenden werden Beobachtungen und allgemeine Erfahrungswerte kurz referiert.

Seifen kommen meist an gut lokalisierten Stellen mit morphologischen Änderungen zur Ablagerung. An der Eder finden sich viele dieser Goldfallen wie Querbarren, Felsblöcke, Baumstämme, oder Kiesbänke. Diese führen zur Änderung der Strömungsgeschwindigkeit und damit zu einem Ungleichgewicht zwischen der Transportkraft der Strömung und der Schwerkraft der Körnchen. In Abhängigkeit des Gewichts wird das Korn weiterbewegt oder sedimentiert. Damit diese uneffiziente (Mineral-unspezifische) Schweretrennung wirksam werden kann, braucht sie Zeit oder ein bereits angereichertes Ausgangssediment. Aufgrund der hohen Dichte ist dieser Prozeß beim Waschgold oder Flussgold besonders wirksam.

Das Auftreten primärer alluvialer Seifen ist auf einige Kilometer Umkreis um die Lagerstätte begrenzt. Die feinkörnigen Seifenminerale finden sich dabei meist in grobkörnigen Sedimenten. Dies hängt mit den oben genannten Eigenschaften zusammen. Die höchsten Gehalte von Flussgold finden sich im Bachlauf oberhalb des erodierten Bed-Rock oder dicht gepackter meist toniger Feinsedimente, dem sog. False-Bed-Rock.

Der Grund für diese Anreicherung ist nicht völlig geklärt. Zwei Theorien werden diskutiert: "aktive Schicht" und "lag deposit".

Die Theorie der aktiven Schicht geht davon aus, dass sich die Schwerminerale durch die unterlagernden Sedimente durcharbeitet und dann auf dem Untergrund verbleiben. Der Untergrund wirkt dabei wie ein Filter, der den Sedimenteintrag auf Schwerminerale beschränkt.

Die Theorie des lag-deposit billigt den jährlichen Hochwässern eine entscheidende Rolle zu. Die Hochwässer nach der Schneeschmelze führen zur Umlagerung von Kies und Sand, während die Schwerminerale zurückbleiben und sich allmählich anreichern. Diese Frühjahrs-Hochwässer führen besonders im Gebirge zur Anreicherung von Gold in Bächen und Flüssen.

Bei den Vorkommen von Waschgold an de Eder ist es schwierig die Genese festzustellen. Es scheint so, als seinen die Ablagerungen infolge einer Kombination beider Prozesse entstanden.

Ein weiterer Prozess ist die Anreicherung von Schwermineralien im Flusssand durch menschliche Einflüsse. So kann es durch die Schifffahrt zu einer kontinuierlichen Wellenbewegungen und zur damit verbundenen Selektion kommen.

Das Auftreten undeformierter Goldkristalle und Nuggets lässt für Gold ebenfalls eine Lösung und Ausfällung durch Reduktionsprozesse und/oder biogene Aktivität annehmen. Untersuchungen von Proben aus der Eder bestätigen dies.

Laterale Seifen

(bzw. marine oder lakustrine Strandseifen): Durch die ständige Bewegung in Brandungszonen von Küsten und Stränden werden Minerale entsprechend ihrer Dichte sortiert. Andere Einflussfaktoren scheiden hier aus, da die Körner überwiegend in der selben Korngröße vorliegen.

Der stetige Küstenstrom führt Material zu, Rip-Strömungen führen aber überwiegend leichtere Bestandteile vom Strand ab. Dies führt zu einer ausgeprägten Anreicherung der Schwerminerale (Bsp. Granatsand).

Ihr hoher Schwermineralgehalt (bis zu 80%) gibt Strandseifen (fossilen wie rezenten) eine globale Bedeutung. Sie werden besonders wegen ihrer Gehalten an Rutil, Ilmenit und Zirkon, aber auch wegen Diamanten abgebaut. Der Gehalt an Gold und Platinmetallen ist gering. (Bsp. Strandseife in Ägypten)

Glaziale Seifen

Der Transport von Sedimenten durch Gletscher trägt nicht oder nur unwesentlich zur Anreicherung von Schwermineralen bei. Gleichwohl gibt es Muränen, die Gold oder Diamanten mitführen (z.B.in Wisconsin oder Michigan).

Reiche Seifenlagerstätten entstehen aber durch fluvioglaziale Prozesse. Schmelzwasser-gespeiste Gebirgsbäche reichern die Schwerminerale der Muränenablagerungen entsprechend alluvialen Seifen an (Bsp. fluvioglaziale Goldseifen in Neuseeland).

Äolische Seifen

Durch das Ausblasen von freiliegenden Sedimenten z.B. in Wüsten oder an Küsten können leichtere Bestandteile verfrachtete werden, während die Schwerminerale zurückbleiben.

Größere Steine können als Hinderns dienen und so sammeln sich auf der Wind-zugewandten Seite Schwerminerale. Ein bekanntes Beispiel sind die äolischen Diamantseifen in Namibia.

Goldseifen-Waschgold & Flussgold

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