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Sedimentäres Gold

Entsprechend der sedimentären Genese lässt sich dieser Lagerstätten-Typ weiter unterteilen:

  • Sedimente, die vor Ort (autochton) abgelagert wurden
  • Sedimente, die transportiert (allochton) und dann abgelagert wurden.

Eine weitere Unterteilung berücksichtigt die Lithologie der Gesteine:

  • klastischer Ursprung (mechanisch zerkleinerte Gesteine)
  • chemischer Ursprung (Fällungsprodukte wie Salz und Gips)
  • biogener Ursprung (organisch gefällte Substanzen wie Kalk)

Zu den wichtigsten allochtonen klastischen Lagerstätten gehören, die Kies und Sand-Lagerstätten. Der geringe materielle Wert dieser Stoffe, wird durch den ungeheuren Bedarf überflügelt. So schlägt bei den Baustoffen weniger der Wert des Material zu Buche als die Transportkosten. Dies erklärt den enormen Wert von Baustoff-Lagerstätten in der Nähe boomender Metro-Areas wie New York, London oder Stuttgart.

Goldwäscher

Die Gold-Seifen gehörten für die frühen Goldgräber zu den wichtigsten Lagerstätten.

Der Lagerstätten-Typ Seifen ist für Goldsucher von enormer Bedeutung. Deshalb widmen wir dem Thema eine eigene Seite und stellen die verschieden Arten vor. Hier im Edergebiet sind wir auch auf der Suche nach Seifen-Gold. Gerade fließendes Wasser kann dieses Edelmetall besonders gut anreichern und so wird schon seit Jahrtausenden in Flüssen und Bachen weltweit nach Gold gesucht. Bekannt sind der Goldrausch am Klondike oder auch das Rheingold.

Der bereits an einigen Stellen angeführte Kupferschiefer, gehört zu dieser Gruppe. Die Sulfiderze dieser Gruppe stellen die größten Buntmetall-Produzenten der Erde dar. Wie die vorher behandelte Gruppe fasst auch diese Gruppe Lagerstätten mit unterschiedlicher Genese zusammen. So finden sich neben rein sedimentäre Lagerstätten auch solche in proximalem vulkanischen Umfeld (sedimentär-exhalativ: "Sedex").

Die schichtgebundenen Erzkörper der Schwarzschiefer sind in rein sedimentären Milieu entstanden. Ihre reduzierendes Milieu ließ aus Fluiden (möglicherweise erst während der Versenkung / Diagenese) die Erzminerale ausfallen, die sich dann dort mit der Zeit anreicherten. Die Fluide stammen aus tieferen Bereichen des Beckens und sind über Schwächezonen und Brüche aufgestiegen. Erzkörper dieses Typs wurden vorwiegend wegen ihrer Gehalte an Cu, Pb, Zn abgebaut. Lokal auch wegen erhöhter Gehalte von Gold.

Dieser Lagerstätten-Typus fasst verschiedene genetisch unterschiedliche Lagerstätten zusammen. Zu ihnen gehören neben marinen Lagerstätten (Tiefsee-Manganknollen) auch terrestrische Bildungen wie Raseneisenerze in Torfmooren.

Die weltweit wichtigsten Eisenerz-Lagerstätten, die BIF ("Beded-Iron-Formations") gehören auch zu diesem Typus. Es handelt sich dabei meist um Lagerstätten,

die unter den reduzierenden Bedingungen der Uratmosphäre im Präkambrium entstanden. Regelmäßige Bakterien-Blüten führten zu O2-Produktion und damit zur Fällung der im Wasser gelösten Metalle. In BIFs des Allgoma-Typs tritt auch Gold auf. In einigen Lagerstätten erreicht es abbauwürdigen Mengen (Homestate).

Viele Sedimentlagerstätten haben trotz ihrer anorganischen Genese eine tiefe Verbindung zur Biosphäre. Beispiele wie Sulfiderz-Lagerstätten (z. Bsp. "Kupferschiefer") sind submarin unter reduzierenden Bedingungen bei Anreicherung magmatogener exhalativer Verbindungen entstanden. Das zur Metall-Fällung notwendige H2S wird durch die massenhafte Reduktion mariner Schwefel-Verbindungen durch anaerobe Schwefelbakterien bereitgestellt.

Verschiedene magnetotaktische Bakterien enthalten in ihren Zellen rundliche Gebilde, sog. Fromboide. Diese Gebilde, meist in Ketten in den Zellen enthalten, helfen bei der Ausrichtung im Magnetfeld. Vor einigen Jahren kursierten in der Presse Fotos solcher Gebilde, die aus einem Meteoriten vom Mars stammte. Sie sollten als Beweis für extraterrestrisches Leben gelten. Dies lässt sich jedoch nicht eindeutig belegen, da die Fromoide möglicherweise auch anorganisch entstanden sind oder als Verunreinigung erst auf der Erde in den Meteoriten gelangen. Die Anreicherung solcher Fromoide auf der Erde kann zur Genese von Sulfiderz-Lagerstätten führen.