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TRIAS IM WALDECKER LAND

Wüste Landschaften und Meer

Die Basis des Buntsandstein schießt sich nahtlos an den Zechstein an. Es handelt sich um eine ca. 200m mächtige Abfolge von zumeist tonigen Sandsteinen. In die härtere Sandstein-Lagen eingeschaltet sind.

Der Mittlere Buntsandstein ist durch größere Bankmächtigkeiten, gröbere Körnung und das seltenere Auftreten von tonig-siltigen Zwischenlagen, sowie durch eine bessere Sortierung gekennzeichnet. Er fällt weiterhin durch seine roten bis rotgelben Farben auf. Die Mächtigkeit des Mittleren Buntsandstein kann bis zu 350m betragen.

Den Abschluss des Buntsandstein bildet der Obere Buntsandstein. Er besteht aus z.T. fossilreichen mittel bis grobkörnigen Sandsteinen. Zum Hangenden nimmt der Tonanteil zu und geht in reine violett-rote Tonsteine über (Röt) Durch ihre Verwittterungsanfälligkeit sind diese Gesteine meist stark erodiert und nur noch in geschützten Niederungen anzutreffen.

Der Muschelkalk ist mit seiner tonig-karbonatischen (mergeligen) Ausprägung auch im Waldecker-Land vertreten. Der Untere Muschelkalk ist durch



seine welligen Gefüge und Schichtflächen charakterisiert (Wellenkalk). Seine meist nur Zentimeter-mächtigen Lagen sind reich an Spurenfossilien und werden durch einzelne härtere Dezimeter-mächtigen Kalksteine gegliedert. Diese Bänke wurden früher für Bauzwecke abgebaut (Werkalksteine).

Der Mittlere Muschelkalk enthält vorwiegend Tonsteine und Zellendolomite. Diese Gesteine sind sehr verwitterungsanfällig und sind deshalb oft erodiert.

Den Abschluss des Muschelkalk bilden die härteren Gesteine des Trochitenkalk bzw. des Ceratitenkalk. SIe bilden eine Geländestufe und ihre Gesteine sind reich an Fossilien. Trochiten sind die Stielglieder einer mit den Seeigeln und Seesternen verwandten Gruppe (Seelilien). Ceratiten gehören wie die bekannten kretazischen Ammoniten zu einer frühen Gruppe der Mollusken und sind mit dem rezenten Nautilus verwandt.

Die z.T. karbonatischen Ton-Siltsteine des Keupers, meist terrigen-fluviatile Ablagerungen, sind im Waldecker-Raum kaum aufgeschlossen. Nur rings um das Dorf Wethen sind einige Aufschlüsse bekannt. Die Tonsteine sind von rotrauer bis gelblicher Farbe.